Die Behälter werden seit 1830 in Stahl ausgeführt, ab ca. 1870 auch in Stahlbeton und seit ca. 1940 auch in Spannbeton.


Flachbodenbehälter

Diese Behälterform ist einfach auszuführen, sie besitzt jedoch keine Tragfähigkeit und muß verstärkt werden. Mauerwerksgewölbe oder Tragplatten sind erforderlich. Diese Form wurde auch rechteckig ausgeführt.



Hängebodenbehälter



"Behälter mit hängendem Kugelboden" vermutlich von dem Franzosen J.Dupuit 1854 erfunden. Behälterboden und die Mantelwände des zylindrischen Behälters werden hauptsächlich auf Zug beansprucht. Die ganze Last wird von einem geschlossenen Auflagering auf die Stütz-konstruktion übertragen. Schwachpunkt dieser Konstruktion war dieser Ring und die schwierige Formung der Bodenbleche.


Stützboden-Behälter (Intze I)


Otto Intze, Ordinarius für Baukunstruktionslehre und Wasserbau an der Königlichen Hochschule Aachen patentierte 1883 eine Kombination der Kraftwirkung eines Hängebodens mit denen eines nach oben gewölbten Boden. Auf den Auflagering wirken nur noch Druckkräfte, die gesamte Materialbeanspruch-ung ist gering.

 

Stützboden-Behälter (Intze II)


Der Typ Intze II versucht, den Nachteil des verkleinerten Volumens durch die Kuppel in der MItte des Typs Intze I zu beheben, in dem in der Mitte ein Hängeboden eingefügt ist. Das höhere Fassungsvermögen wird durch erhöhten konstruktiven Aufwand erkauft.



Kugelbodenbehälter offen (Barkhausen)


Die von Prof. Georg Barkhausen / TH Hannover 1898 erfundene Behälterform umgeht konstruktive Schwierigkeiten des Hängebodenbehälters .Der Knick zwischen Wandung und Boden wird vermieden durch stetigen Übergang beider Elemente.


Kugelbodenbehälter geschlossen (Barkhausen)


Vorwiegend für Industrie- und Bahnwassertürme lag der Gedanke nahe, die Überdachung direkt in die Behälterkonstruktion zu integrieren. Der Behälter wurde geschlossen ausgebildet. Nachteil der Barkhausenbehälter war die bei voluminösen Behältern große Wassertiefe, die zu starken Druckschwankungen führte


Kugelbehälter (Klönne)


Dieser von der Dortmunder Stahlbaufirma August Klönne 1900 eingeführte Bautyp entwickelte sich aufgrund seiner fertigungsökonomischen Bauform schnell zum Standard, vor allem für Bahnwasser-türme. Meist wurden die Behälter nicht verkleidet. Mit der kugelförmigen Ausbildung gelang es die Vorteile vom Typ-Intze ( Auflagerung mit kleinem Durchmesser) uns vom Barkhausen-Typ (nur auf Zug beanspruchter Kugelboden) zu vereinigen.


Kugelbehälter mit Stützboden


Auch "Kugelbehälter mit Intzeboden" genannt. Die direkte Auflagerung war einfacher gegenüber der aufgeständerten Konstruktion der reinen Klönnebehälter. Dem gegenüber stand der verminderte Fassungsraum und der nicht unkomplizierte Auflagering.




Schornsteinbehälter

Nutzung eines vorhandenen Schornsteins als Tragwerk. Der Behälter ist ringförmig um den Kamin gelegt, der kegelförmige Bodenring stützt sich an der runden Kaminwand ab. Die Kaminwärme verhindert das Einfrieren im Winter.

Das Volumen ist natürlich geringer als beim Vollzylinder.

Erstmals 1885 von Otto Intze in Abwandlung seiner Intze I - Bauart errichtet